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Elberfeld - Kultur |
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USE YOUR BRAIN!
Der Westen rockt gegen Rechts am Freitag, den 07.11.2003
Datum der Veröffentlichung: 2003-10-18 |
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| Von Christiane Leithaus - Städt. Jugendtreff Arrenberg |
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Freitag, 14.11.2003 im "JutA", Arrenberger Str. 71 b, 42117 Wuppertal Einlass: ab 18.30 Uhr Eintritt: 4,- Euro
Am Freitag, dem 14.11.2003 veranstaltet der Städt. Jugendtreff Arrenberg, kurz "JutA", in Kooperation mit dem Jugend- und Begegnungszentrum Vohwinkeler Feld, kurz "JUB’S", und der Offenen Tür Sankt Bonifatius, Varresbeck, gemeinsam mit 5 beteiligten Bands, ein Konzert gegen Rechtsextremismus und Rassismus unter dem o.a. Motto.
Das USE YOUR BRAIN! - Festival ist inzwischen liebgewordene Tradition und wurde in den letzten Jahren mit großem Erfolg durchgeführt. Zahlreiche Anfragen von früheren BesucherInnen und Bands belegen, dass das Konzert dem Bedarf und auch Bedürfnissen junger Menschen entspricht.
Bundesweit haben Presse, Funk und Fernsehen, gerade im letzten wie auch in diesem Jahr, wieder allzu häufig über rechtsextremistische Aktivitäten und Aufmärsche berichten müssen, so auch Ende 2002 und zu Beginn dieses Jahres in Wuppertal. USE YOUR BRAIN!, als ein auf Kontinuität angelegtes Projekt, wollte immer schon darauf aufmerksam machen, dass rechtsextremistische Aktivitäten in Deutschland trauriger Teil unseres Alltags sind. Das massive, z.T. äußerst gewalttätige Auftreten neonazistischer Gruppen und Organisationen, sei es als lockere Verbindung, Freundeskreis oder Kameradschaft, hat ebenso zugenommen wie die Zahl derer, die rechtsextremistisch orientiert und auch organisiert sind. Bedrohungen, Überfälle, Anschläge und Aufmärsche sind an der Tagesordnung.
In den letzten Jahren haben rechtsradikale Übergriffe und Aktionen in Wuppertal, Schwelm, Velbert-Neviges etc. für Schlagzeilen gesorgt. Seit September letzten Jahres versuchen NPD und sogenannte Freundeskreise aus dem Umfeld dieser Partei uns Wuppertaler/innen zu terrorisieren. Sie gingen sogar so weit, am 11. Januar erneut einen Aufmarsch, angemeldet und angeführt von Christian Worch - ehemals Mitglied der verbotenen FAP heute führendes NPD-Mitglied und mehrfach vorbestraft, u.a. wegen Ehrung von Kriegsverbrechern, in Oberbarmen durchzuführen. Bei diesem Aufmarsch kam zu zahlreichen Festnahmen von GegendemonstrantInnen, von denen 67 eine Anzeige erhielten und einige der Betroffenen vom Wuppertaler Landgericht zu z. T. horrenden Geldstrafen verurteilt wurden.
Und wie die Beispiele der letzten Wochen und Monate zeigen, z.B. Planung von Attentaten durch die Münchner Neonaziszene, ist damit zu rechnen, dass menschenverachtende oder gar terroristische Aktionen und Pläne der Rechtsextremisten in unserem Land tagtäglich Thema sind.
Um auch in diesem Jahr wieder gegen derartige Umtriebe und Provokationen ein klares Zeichen zu setzen, haben die Veranstalter im Wuppertaler Westen für die Durchführung des USE YOUR BRAIN! - Festivals den Monat November gewählt, zur Erinnerung und Mahnung an die Reichspogromnacht in der Nacht vom 09. auf den 10.11.1938.
Dank des großen Engagements der beteiligten Bands, die alle aus Wuppertal stammen, wurde ein ca. fünfstündiges Programm konzipiert, dass vor allem jede Menge Spass aber auch Infos und Austausch zum Thema Rechtsextremismus bieten wird. Mit einer bunten Mischung aus Punk, Punk-Rock, Crossover und Pop-Punk werden die Bands an diesem Abend wieder den BesucherInnen ein gelungenes Festival bieten.
Die Initiative der jungen Musiker beweist, dass Jugendliche sich sehr wohl für Politik interessieren und engagieren, sich mit gesellschaftlichen Zusammenhängen und Problemen auseinandersetzen und kreativ damit umgehen.
Das Konzert hätte beinahe abgesagt werden müssen, da die Einrichtungen allein die Kosten nicht hätten tragen können. Ohne die freundliche Unterstützung der Wuppertaler Initiative für Demokratie und Toleranz e.V. wäre die Durchführung dieses Konzert nicht möglich gewesen.
Vor dem Hintergrund der angedrohten Sparmaßnahmen des Landes NRW (50%ige Kürzung in 2004, 60%ige Kürzung in 2005), ist nicht mehr sichergestellt, dass es solche Projekte und Veranstaltungen sowie entsprechende Einrichtungen, die diese durchführen, im kommenden Jahr noch gibt.
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