Am 8. März 2010 laden das Cinemaxx und Greenpeace Wuppertal um 20:00 Uhr zu einer gemeinsamen Filmvorführung der Dokumentation "Jagdzeit - Den Walfängern auf der Spur" ins Cinemaxx Wuppertal ein. Der Film zeigt Greenpeace-Aktivisten, die in der Antarktis Wale vor japanischen Walfängern schützen wollen. Er kommt ohne grausame, blutige Bilder aus und zeigt, wie die Mannschaft mit den Herausforderungen des Eismeeres, der Konfrontation mit den Walfängern, Heimweh und Versagensängsten kämpft. Nach der Kinovorführung stehen Mitarbeiter von Greenpeace Wuppertal als Ansprechpartner bereit, informieren über die Themen Meere und Walfang und bieten außerdem die Möglichkeit für die Besucher, sich durch eine Petition für zwei Walschützer in Japan einzusetzen die dort aktuell vor Gericht stehen.
Am 14. Januar 2010 ist der Film "Jagdzeit - Den Walfängern auf der Spur" in den deutschen Kinos angelaufen. Die Dokumentation, ausgezeichnet als Publikumsfavorit auf dem Dokumentarfilmfestival in München, zeigt das Greenpeace-Schiff Esperanza bei der Verfolgung eines japanischen Walfangschiffes. Regisseurin Angela Graas und ihr Filmteam fuhren dafür von Dezember 2007 bis Februar 2008 mit den Walschützern in die Antarktis. "In dem Film steht dem Naturerlebnis Antarktis und der Entschlossenheit der Greenpeace-Aktivisten die Grausamkeit des Walfangs gegenüber", sagt Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack.
Aktuell stehen in Japan zwei Greenpeace-Aktivisten vor Gericht, weil sie den Handel mit illegalem Walfleisch aufgedeckt haben. Die japanische Staatsanwaltschaft eröffnete im Februar diesen Jahres ein Gerichtsverfahren gegen Junichi Sato und Toru Suzuki wegen angeblichen Diebstahls und Hausfriedensbruchs. Sie wurden im Juni 2008 festgenommen, nachdem sie für die Aufdeckung eines Skandals rund um das japanische Walfangprogramm wichtiges Beweismaterial sichergestellt hatten. Ihnen drohen bis zu 10 Jahre Haft. Greenpeace fordert die Einstellung des ungerechtfertigten Verfahrens gegen die Greenpeace-Aktivisten.
Die japanische Regierung will weiterhin am Walfang festhalten, offiziell werden die Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken getötet. Ein Ende der Fänge ist nicht in Sicht. Die verschiedensten Walarten sind vom Aussterben bedroht. Der Bestand an Blauwalen in der Antarktis liegt beispielsweise bei weniger als einem Prozent seiner ursprünglichen Menge, obwohl die Tiere seit 40 Jahren eigentlich umfassend geschützt sind.
Greenpeace setzt sich für den sofortigen Stopp des Walfangs ein. "Der Walfang gehört vor Gericht, nicht die Menschen, die sich für den Schutz der Wale einsetzen", so Georg Weber, Meeres-Experte bei Greenpeace Wuppertal.
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